Foyer

Divide et Impera
nennt sich unsere Berliner Gruppe phantasievoller Kreativer der Bereiche Kunst, Graphikdesign und Eventmanagement, die sich der Bereicherung der gesellschaftlichen Betätigungsmöglichkeiten verschrieben haben.

Wir treffen uns einmal im Monat zu einer Freizeitgestaltung der besonderen Art:
In Kostüm und Rolle lassen wir in freier Improvisation eine Gesellschaft von Vampiren auferstehen. Die mythische Gestalt des unsterblichen Vampirs ermöglicht uns dabei das Zusammenführen von Gestalten aus den verschiedensten Epochen.

Dabei legen wir viel Wert auf stimmungsvolles Ambiente durch Räumlichkeiten, Maske und Kostüm, sowie tiefgründig dargestellte Charaktere. Besonders am Herzen liegt uns jedoch das Spiel mit dem gesprochenen Wort – sei es in literarisch-philosophischen Debatten oder in der Kunst der Intrige.

Was sich auf den ersten Blick befremdlich liest, erlebt in ähnlicher Form – nämlich auf Salons zum Thema der 20er Jahre oder auch bei barocken Maskenfesten – in jüngster Zeit großen Zuspruch. Und auch nicht erst seitdem Hollywood den Vampir als tragischen Helden für sich entdeckt hat, entfaltet diese facettenreiche literarische Figur erneut ihren Charme.

Der Reiz unserer Freizeitgestaltung erschließt sich nicht jedem auf den ersten Blick, deshalb freuen wir uns sehr über Ihr Interesse und möchten vorab die beiden gängigsten Missverständnisse ausräumen:

  1. Wir sind nicht kommerziell. Wir sind nicht als Verein oder als Firma organisiert, sondern ein freier Zusammenschluß von Freunden und Bekannten. Wenn überhaupt, legen wir für unsere Salons allein den Betrag zusammen, den uns Raummiete und Dekoration kosten.
  2. Unsere Treffen stehen in keinem sexuellen Kontext. Die literarische Gestalt des Vampirs interessiert uns aus psychologischer und historischer Sicht, und nicht als Grundlage erotischer Rollenspiele.

Wenngleich es sich bei unseren Treffen mehr um Salons als um Parties handelt, läßt sich der Reiz unseres Hobbies ganz gut anhand der sehr beliebten 20er-Jahre Parties erläutern:

Jede Epoche hat ihr eigenes Flair. So wie die „Goldenen Zwanziger“ durch wilde Parties mit neuen Tänzen und aufgrund der gesellschaftlichen Umwälzungen mit einer gewissen Endzeitstimmung besticht, so erlaubt uns die Unsterblichkeit des Vampirs, den Flair verschiedenster Epochen aufzugreifen und nachzuempfinden: die preußische Kaiserzeit, die Golden Twenties, die Zeit des Wirtschaftswunders, die deutsche Teilung oder die 68er-Generation. Durch Beschäftigung mit unserer Geschichte werden unsere vampirischen Rollen zu vermeintlichen Augenzeugen, die durch persönliche Erzählungen die verschiedenen Epochen zum Leben erwecken können.

Das Ambiente, also die Räumlichkeiten in denen wir uns treffen, ist uns ebenso wichtig wie für die Partyveranstalter. Für unsere Salons legen wir viel Wert auf gediegene und ungestörte Räume mit ansprechendem Mobiliar. Unser Vorteil ist jedoch, daß sich unsere Treffen nicht in einer fiktiven Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt abspielen. So sind wir mit den einzelnen Rollen vollkommen frei, in welchen Erinnerungen wir schwelgen möchten, ohne jedoch aktuelle Mode, Passanten oder die heutige Berliner Infrastruktur ausblenden zu müssen.

Durch entsprechende Kostüme und Maskierung fällt es immer am Leichtesten, sich in eine bestimmte Zeit einzufühlen und diese dann zum Leben zu erwecken. Im Gegensatz zu den 20er-Jahre-Parties ist dies bei uns kein Muß, aber wer sich in der Mode seiner Lieblingsepoche kleiden möchte, der hat dazu alle Gelegenheit.

Der große Schritt, der uns von den Themenparties abhebt, ist die Konsequenz mit der wir mit unserer Rolle verschmelzen. Bei uns nimmt man für den Abend nicht nur einen anderen Namen an, sondern auch die gesamte Persönlichkeit, die dahinter steckt. Hier beginnt das Improvisationstheater: im Vorfeld Ihres ersten Salons entwickeln wir gemeinsam eine Rolle – ob Mensch oder Vampir – und der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt, fast alle Konzepte sind möglich: preußischer Landjunker, Spion des Kalten Krieges, christlicher Mystiker, exzentrischer Adeliger, Ökoterrorist,…

Auf den Salons gibt es dann kein Drehbuch, keine vorbestimmte Handlung: jeder erweckt seine eigene Rolle zum Leben und durch die Interaktion  mit den anderen Darstellern entwickelt sich gemeinsam die Geschichte. Im Gegensatz zum klassischen Improvisationstheater spielen wir übrigens nie vor Publikum, sondern immer nur für uns selbst.

Wie sich der Salon selbst dann tatsächlich gestaltet, ist nur schwer in Worte zu fassen. Deshalb empfehlen wir, erst einmal noch weitere Eindrücke zu sammeln mit Hilfe der Photographien auf dieser Homepage: unter der Kategorie „Bühne“ finden sich Impressionen von unseren Salons.

Bei Gefallen freuen wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme unter

kontakt@vampire-berlin.de

Alles Weitere läßt sich dann nämlich am Besten bei einem persönlichen Treffen besprechen.

Mit besten Grüßen,

Andreas Engisch
Spielkoordination Divide et Impera

P.S. Für jene, die bereits mit dem Konzept des klassischen Rollenspiels vertraut sind, finden im „Entree“ unsere Regeln zum Spielablauf und zur Darstellung der übernatürlichen Fähigkeiten der Vampire zum  Download oder zum Schnellen Nachschlagen auch in der linken Seitenleiste nach den einzelnen Kapitel gegliedert.